Fredenbeck scheitert knapp an der Sensation

Die Handballer des VfL Fredenbeck unterlagen dem TuS Spenge vor rund 800 Zuschauern mit 30:31. Der dezimierte Kader der Gastgeber überraschte mit einem super Lauf im ersten Durchgang, konnte das Niveau aber nicht über 60 Minuten halten.

Fredenbecks Trainer Matthias Steinkamp ergänzte seinen Kader mit Lennart Wiebusch aus der zweiten Herren, der allerdings nur zu einem Kurzeinsatz kam. Im Rückraum übernahm Michel Sumfleth (ansonsten auf der linken Außenposition zu Hause) die Spielmacherrolle. Der flinke Nachwuchsspieler überzeugte mit seinen schnellen Zweikämpfen und tollen Toren. In der 10. Spielminute traf er zum 8:1 für den VfL. „Meine Mannschaft hat den Spielplan perfekt umgesetzt,“ so Trainer Matthias Steinkamp später. Es dauerte lange, bis sich der Tabellenführer aus Spenge von diesem Schock-Zustand erholte. Mit einer nahezu hundertprozentigen Trefferquote, einer bärenstarken Abwehr mit einem sicheren Teo Mestrovic zwischen den Pfosten begeisterte der VfL sein Publikum. Zur Pause führte der Gastgeber mit 19:14. Dabei glänzte der VfL vor allem auf den Außenpositionen mit Timo Backofen (insgesamt 7 Tore) und Laurenz Reiners (8).

Im zweiten Durchgang stellte Spenge seine Abwehr noch offensiver ein. Um diese wieder zurückzudrängen, setzte Trainer Steinkamp auf den siebten Feldspieler und zwei Kreisläufer. Erst nach 45 Minuten gelang es den Gästen, den 22:25-Anschlusstreffer zu erzielen und dabei erstmals wieder auf drei Tore zu verkürzen, nachdem der VfL an der Siebenmeterlinie scheiterte. Als zwölf Minuten später der nächste Siebenmeter vergeben wurde, kippte das Spiel. Spenge nahm eine Auszeit und verkürzte mit schnellen Abschlüssen beim 28:29 auf einen Treffer. Jonas Gerkens, der nach seiner Verletzungspause nur sporadisch zum Einsatz kam, sorgte mit dem 30:28 noch einmal für Stimmung. Doch im Angriff fehlte dem VfL die Kondition, um einen oder gar beide Punkte in der Geestlandhalle zu behalten. Die Gäste glichen beim 30:30 aus und nahmen mit ihrer einzigen Führung in diesem Spiel mit dem 31:30 dann auch den Sieg mit.

VfL-Tore: Sumfleth 4, Gerkens 1, Backofen 7, Fick (Foto) 5, Danny Müller 1, Polak 1, Reiners 8, Heinsohn 2.

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