Der VfL Fredenbeck gewann nach einer spannenden Schlussphase gegen den VfL Eintracht Hagen II mit 28:26. Aufsteiger Fredenbeck festigte damit Platz sieben in der 3. Liga Nord.
Die Gastgeber waren erneut durch verletztungsbedingte Ausfälle im Rückraum geschwächt. Auf der halbrechten Seite sprang der seit einem halben Jahr verletzte Jesper Müller ein. Nach seiner Schulterverletzung spielte der Rechtshänder erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum. In der 22. Minute setzten sich die Gastgeber beim 8:5 mit drei Toren ab. Dabei spielte Fredenbeck mit einer starken Abwehr. Aber auch die Gäste hatten ihre Hausaufgaben in der Defensive gemacht. Fredenbecks sonst erfolgreiche Außenspieler kamen kaum zum Zuge. Auch die Anspiele an den Kreisläufer hatte Hagen im Griff. Folglich fiel das Halbzeitergebnis mit einem 9:8 für die Gastgeber sehr mager aus.
Im zweiten Abschnitt spielte Fredenbeck im Angriff mit dem siebten Feldspieler. Am Kreis hatte Michel Brassait (6 Tore) jetzt mehr Platz. Auch konnten die beiden Kreisläufer jetzt die Wege für den Rückraum freisperren. Nils Schröder erhöhte in der 41. Minute zum 19:13 für Fredenbeck. Hagen gab sich noch lange nicht geschlagen und spielte weiter erfolgreich mit einer aggressiven Abwehr. In der 55. Minute gelang Phil Kauert der Anschlusstreffer zum 24:26. Auch als Hagen beim 24:27 einen Siebenmeter vergab, war das Spiel noch nicht entschieden. Arne Quittmann traf 29 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 26:27. Zudem kassierte Fredenbecks Jesper Müller eine Zeitstrafe. Elf Sekunden vor dem Abpfiff nahm VfL-Trainer Matthias Steinkamp eine letzte Auszeit. Elf Sekunden bleiben dem VfL zum Sieg. Steinkamp spielte – wie zuletzt auch in der Schlussminute in Bissendorf – mit vollem Risiko auf Sieg und nahm für den letzten Angriff den Torhüter aus dem Spiel. Hagen witterte seine Chance auf ein Unentschieden und positionierte einen Spieler in der gegnerischen Hälfte für einen möglichen letzten Pass. Nach dem Anstoß ging der Arm der Schiedsrichter gleich nach oben: Zeitspiel. Ein Doppelpass zwischen Nils Schröder und Marten Franke brachte den VfL noch zu einer letzten Chance. Marten Franke verwandelte diese drei Sekunden vor dem Schluss zum 28:26-Sieg.
Bereits am kommenden Sonnabend hat der VfL erneut Heimrecht. Dann kommt Ex-Bundesligist TuS Vinnhorst in die Geestlandhalle!
VfL Fredenbeck. Brandt, Brassait 6, de Vries, Backofen, Müller 2, Strothmann 5, Ritscher, Möller 1, Franke 5, Rundt, Polak 3/1, Kotenko, Schröder 6, Heinsohn, Itzen.


