Der VfL Fredenbeck hat das Duell der Aufsteiger gegen die HSG Varel vor rund 900 Zuschauern in der Geestlandhalle mit 25:26 verloren. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff trafen die Gäste aus Friesland zum glücklichen Auswärtssieg.
Den besseren Start erwischten die Gastgeber. Fredenbeck legte nach fünf Minuten eine 4:1-Führung vor. Dabei verpasste es der VfL, sich noch im ersten Durchgang weiter abzusetzen. Da jedoch auch die Gäste aus Varel nicht sicher im Abschluss waren, blieb die Partie offen. Mohamad Sibahi traf in der achten Minute zum 4:4-Ausgleich. Nachdem Fredenbecks Pelle Fick sich bereits im letzten Spiel verletzte, fehlten dem VfL auf der halbrechten Seite im Angriff die Alternativen, denn auch Malte Hagedorn und Kevin Herbst fallen auf dieser Position verletzt aus. Auch kurz vor dem Seitenwechsel konnten die Fredenbecker eine 14:11-Führung nicht halten. Evgeny Vorontsov verkürzte für die Gäste auf 13:14.
Im zweiten Durchgang versuchte Fredenbeck mit dem siebten Feldspieler die Abwehr der Gäste zu knacken. Nach vergeben Chancen landete der Ball mehrere Male im leeren Tor des VfL, der sich nach der 21:19-Führung (47.) noch einmal hätte absetzen können. Nachdem Fredenbecks Jan Möller einen Siebenmeter verwarf, gingen die Gäste beim 24:23 in der 56. Minute erstmals in Führung. Varel nahm die Auszeit, scheiterte jedoch im folgenden Angriff. Per Kempa-Tor sorgte Laurenz Reiners mit dem 25:24 für Stimmung in der gut gefüllten Geestlandhalle. Am Ende hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite. Fredenbeck scheiterte mit seinen letzten Angriff und verpasste damit die Chance auf den Sieg. Varel spielte die verbleibenden Sekunden clever herunter. Die Verantwortung übernahm der in der Rückrunde reaktivierte Routinier Loius Kamp. Zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff traf er zum Sieg der HSG Varel.
Ganz wichtig ist jetzt das nächste Auswärtsspiel in Bissendorf. Aktuell ist der VfL Fredenbeck zwar noch auf dem siebten Tabellenplatz. Allerdings: Verliert Fredenbeck in Bissendorf, hätte der VfL anschließend nur noch zwei Punkte Vorsprung zum Abstiegsplatz. Fredenbeck hat 19 Minuszähler, Bissendorf (derzeit auf einem Abstiegsplatz) 23.
VfL-Tore: Sumfleth 1, Brassait 2, de Vries 2, Strothmann (auf dem Foto) 3, Wafdi 3, Möller 7/5, Polak 1, Schröder 4, Reiners 2.


