Der VfL Fredenbeck verlor am Sonnabend in der 3. Liga Nord-West beim Tabellenvorletzten, TSV Anderten, mit 22:26. Die Gastgeber verspielten im zweiten Durchgang einen Sechs-Tore-Vorsprung.
Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die in der sechsten Minute mit 4:1 in Führung gingen. Da stand Fredenbecks Abwehr noch zu passiv. Nach dem 7:10-Rückstand (17. Minute) machte Fredenbeck sein bislang bestes Auswärtsspiel. In der folgenden Viertelstunde erzielte Fredenbeck neun Tore in Folge (!) und setzte sich somit in der 31. Minute selbst mit 16:10 ab. In dieser Phase überzeugte der VfL mit dem Konzept, für den Torhüter im Angriff einen siebten Feldspieler zu bringen. Als VfL-Trainer Matthias Steinkamp davon abging, weil man nun nach technischen Fehlern und Fehlwürfen mehrere Gegentore kassierte, kippte das Spiel. Anderten steigerte sich nach der Pause besonders in der Abwehr. Da man im Angriff jedoch mehrfach am glänzend aufgelegten Keeper des VfL (Justin Rundt) scheiterte, blieb die Partie noch eine Viertelstunde offen – mit leichtem Vorteil für den VfL Fredenbeck. Beim Stand von 20:21 (aus Sicht der Gastgeber) nahm Anderten die Auszeit. Anschließend kassierte der TSV eine Zeitstrafe. Fredenbeck konnte diese Überzahlsituation jedoch nicht nutzen, um sich weiter abzusetzen. Der VfL ging aus der Überzahlphase mit einem 22:21-Vorsprung heraus. Jetzt musste mit Jakob Ritscher ein Fredenbecker Spieler auf die Strafbank. Anderten löste es besser, drehte das Spiel in Überzahl und traf fünf Mal in Folge. Aus dem Fredenbecker Rückraum kam nach der Pause einfach zu wenig. Auf den Rückraumpositionen fielen im gesamten zweiten Spielabschnitt nur zwei Tore (jeweils ein Treffer von Brandt und Strothmann).
Im letzten Spiel des Jahres empfängt der VfL Fredenbeck jetzt am Sonnabend, dem 20. Dezember, mit dem OHV Aurich den Tabellenvierten der Staffel. Für den VfL wird es die bislang schwerste Aufgabe vor eigenem Publikum. Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der Geestlandhalle.
VfL-Tore: Brandt 1, Sumfleth 1, Brassait (Foto) 4, Strothmann 2, Ritscher 1, Möller 4, Franke 1, Polak 5/3, Schröder 3.
Text und Fotos: Jörg Potreck


