Am Sonnabend, dem 18. April 2026, findet in der Geestlandhalle das Top-Spiel der 3. Liga statt. Der VfL Fredenbeck empfängt mit dem ASV Hamm-Westfalen den aktuellen Tabellenzweiten. Der ehemalige Erstligist peilt den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga an und muss dafür in Fredenbeck gewinnen. Der VfL zeigt sich trotz der Personalprobleme in Top-Form und gewann am Sonnabend mit 41:35 beim Team HandbALL Lippe II.
Unsere Gäste belegten in der Tabelle lange „nur“ Rang zwei hinter dem TuS Vinnhorst. Nach Minuspunkten war Hamm (ein Spiel weniger) aber eigentlich immer Tabellenzweiter. Inzwischen hat der ASV das korrigiert und ist seit dem 39:28-Sieg gegen die Ahlener SG auf Platz zwei. Und schließlich gab Verfolger TuS Vinnhorst am vergangenen Sonnabend im Spitzenspiel beim Tabellenführer in Emsdetten zwei Punkte ab – Hamms Vorsprung wuchs auf drei Punkte. Diesen Vorsprung wird man sich in Fredenbeck auf der Zielgeraden nicht verspielen wollen.
Im Hinspiel gelang dem ASV vor über 1.700 Zuschauern ein deutlicher 41:27-Sieg gegen unseren VfL. „Die Freude ist groß, dass wir vor so einer Kulisse gegen einen Zweitliga-Absteiger spielen können“, sagte VfL-Trainer Matthias Steinkamp damals vor der Begegnung.
Mit Jan Brosch haben unsere Gäste einen 2,05 Meter großen und schwer kontrollierbaren Kreisläufer (er spielte schon für den TBV Lemgo-Lippe). Im Hinspiel fehlte er nach einer Verletzung in der Anfangsphase lange. Meistens wird er aber auch nur in der Abwehr eingesetzt, wo er in der Mitte natürlich ganz viele Würfe aus dem Rückraum abblockt. Im Rückraum sind unsere Gäste auf mehreren Positionen doppelt gut besetzt. Und auch auf den Außenpositionen ist Hamm-Westfalen mit Kapitän Fabian Huesmann (links) und dem Schweden Carl Gabrielsson (rechts) extrem torgefährlich. Im Rückraum ist Niklas Gautzsch mit 148 Toren inzwischen der drittbeste Werfer der Liga. Zweitbester Werfer ist auf der halbrechten Rückraumposition Andreas Bornemann (119), gleichauf mit Benedikt Kühn (Rückraum links und Mitte, ebenfalls also 119 Tore).
Bislang haben nur weniger Mannschaften es geschafft, dem ASV einen oder mehr Punkte abzunehmen: Die HSG Varel (29:29), der TV Emsdetten (34:32) und – überraschend – das Team HandbALL Lippe II mit dem 37:33-Sieg am 20. Dezember in Hamm. In jener Partie überzeugten die Gäste mit einer starken Abwehr. Die ansonsten erfolgreichen Einzelaktionen des ASV aus dem Rückraum wurden somit schnell eingeschränkt. Nach der 38. Minute setzte sich das Team Lippe von 24:21 in zehn Minuten mit 29:21 ab. Ähnlich lief es auch bei der Ahlener SG, die im März von Beginn an offensiv deckte und nach acht Minuten mit 6:1 führte. Dieser Vorsprung reichte aber nicht mehr zum Sieg.
Weniger als 30 Tore warfen unsere Gäste in dieser Saison lediglich zwei Mal, gegen Varel (29:29) und gegen Vinnhorst (27:26 gewonnen). Wenn es uns am Sonnabend gelingt, den ASV ebenfalls unter 30 Tore zu halten, ist eine Überraschung drin, sofern unsere verletzungsbedingten Ausfälle (Nils Schröder und Jesper Müller fehlten letzten Sonnabend beim 41:35-Auswärtssieg gegen das Team HandbALL Lippe II) kompensiert werden können. Dass ein Erfolg trotz der Personalprobleme möglich ist, zeigte der Sieg beim Team HandbALL Lippe II. Ohne Jesper Müller, Justin Rundt und Nils Schröder gab der VfL nach der erstmaligen 4:3-Führung jene bis zum 16:16 nicht mehr her. Da gingen noch einmal die Gastgeber mit 17:16 in Führung. Zur Pause stand es 19:18 für Fredenbeck. Im zweiten Durchgang setzte sich der VfL dank der vielen Paraden von Keeper Niklas Itzen und einer starken Abwehr nach dem 28:27 mit 32:28 (50. Minute) ab.
VfL-Tore: Brandt 6, Brassait 6, de Vries 1, Backofen 2, Fick 6, Strothmann 7, Möller 1, Franke 3/2, Polak 2/2, Reiners (auf dem Foto) 6.
Text und Foto: Jörg Potreck


