1000 Zuschauer feiern den 35:34-Sieg gegen Wilhelmshaven

Am Sonnabend gelang dem VfL Fredenbeck in der 3. Liga ein Sieg gegen den Wilhelmshavener HV – und was für einer. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff traf Pelle Fick (erstmals nach seiner langen Verletzungspause in der Geestlandhalle wieder dabei) zum 35:34. Die knapp 1.000 Zuschauer sorgten für eine Atmosphäre wie wir sie schon lange nicht mehr erlebt haben und begleiteten die Schlussminuten mit stehenden Ovationen.

Der VfL tat sich im Angriff spielerisch schwer. Nach einigen technischen Fehlern und Fehlwürfen lief der VfL im ersten Durchgang immer einem Rückstand hinterher. Wilhelmshaven führte nach 22 Minuten mit 14:10. Das Team vom Jadebusen hatte das VfL-Spiel über die Außenpositionen oder die Kreisläufer gut im Griff. So waren es beim VfL hauptsächlich Einzelaktionen, die den Aufsteiger im Rennen hielten. Dabei machten im Rückraum Lauro Strothmann (sieben Tore) und Nils Schröder (neun) ein starkes Spiel. In die Pause ging es aus Sicht der Gastgeber somit sogar mit einer knappen 17:16-Führung.

Lauro Strothmann trifft zum 33:33

Aber auch im zweiten Durchgang vergab Fredenbeck den Ball nach technischen Fehlern oder Fehlwürfen zu häufig. Wilhelmshaven übernahm die Führung beim 20:19 und baute diese in der 47. Minute erneut auf vier Tore zum 28:24 aus. Die Gegner schwächten sich nun durch die rote Karte gegen Duncan Postel (Foul in der 44. Minute, bis dahin warf er sechs Feldtore). Der Vorsprung hielt nur noch bis zur 51. Minute (31:27). Jetzt bahnte sich erneut eine Niederlage gegen Wilhelmshaven an. Doch der VfL kämpfte. Angefeuert vom Publikum gelang Lauro Strothmann in der 58. Minute der Ausgleich zum 33:33. 

Spannend wurde es noch einmal, nachdem Marten Franke an der Siebenmeterlinie scheiterte. Bis dahin verwandelte er fünf Strafwürfe sicher. Doch im Tor zeigte Justin Rundt noch einmal sein Können. Der VfL bekam nach dem 34:34 eine weitere Chance zur Führung. Diese ließ sich Pelle Fick nicht nehmen. Fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff setzte er sich auf der halbrechten Position durch und traf zum Sieg.

Geschafft: Justin Rundt parierte viele Würfe

Für den VfL Fredenbeck war es der erste Sieg gegen Wilhelmshaven seit dem 18. März 1995. Damals gewann der VfL in der 2. Bundesliga gegen Wilhelmshaven mit 32:19.

VfL-Tore: Brassait 3, Backofen 2, Fick 2, Müller 2, Strothmann 7, Möller 2, Franke 5/5, Schröder 9, Reiners 2, Heinsohn 1.

Jesper Müller musste viel einstecken.
Neun Tore und den Blick für den Kreisläufer: Nils Schröder
Timo Backofen erzielte zwei wichtige Tore.
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