Als Volontär bei der PingPongParkinson Weltmeisterschaft in Hannover

Internationale Atmosphäre, mitreißende Ballwechsel und eine Gemeinschaft, die inspiriert: Bei der diesjährigen 7. PingPongParkinson (PPP) Weltmeisterschaft in Hannover vom 26.09.2026 bis zum 30.9.2026 war ich (Hans-Erwin Werner) als Volontär dabei.

PingPongParkinson (kurz PPP) ist eine internationale Bewegung, die Tischtennis als therapeutisches Mittel gegen die Nervenkrankheit Parkinson nutzt und fördert.
Als Rentner war ich schon einige Male als Volontär bei einigen größeren Sportveranstaltungen dabei. Besonders gerne bei Tischtennisevents als passionierter Tischtennisspieler des VfL Fredenbeck.

Als Volontär hat man einen tiefen Einblick in die unterschiedlichen Abläufe während eines großen Turniers, knüpft neue Kontakte oder trifft alte Bekannte wieder.
Man ist Teil des Teams, das für einen reibungslosen Ablauf des internationalen Turniers sorgt.

Die Aufgaben vor Ort sind vielfältig und abwechslungsreich:
Einlasskontrolle, Lenkung von Besucherströmen, Wettkampforganisation, Medien & Akkreditierung, Logistik & Verpflegung u.a.
Ein guter Bekannter, der an der Parkinson Krankheit erkrankt ist und für sich das Tischtennisspielen als Maßnahme zur Linderung seiner Beschwerden entdeckt hatte, gab mir den Anstoß als Volontär bei dieser WM dabei zu sein.

Ich durfte das weltweite Großevent als ehrenamtlicher Volontär unterstützen und unvergessliche Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Gespielt wurde im Sportpark Hannover an insgesamt 90 Tischtennistischen in drei Hallen. Rund 220 Volontäre unterstützen die Veranstaltung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Insgesamt wurden während der Weltmeisterschaften rund 4.000 Spiele ausgetragen.

So groß waren die PingPongParkinson-Weltmeisterschaften noch nie: 806 Spielerinnen und Spieler aus 35 Nationen kommen nach Hannover. Aus unserer Region waren zwei Teilnehmer vom TTC Drochtersen mit Begeisterung dabei. Menschen mit Parkinson-Diagnose traten dabei in Einzel-, Doppel- und Mixed-Wettbewerben gegeneinander an. Der Enthusiasmus, die Begeisterung der Spieler die mit vollem Einsatz trotz ihrer Behinderung um jeden Ball kämpften hat mich sehr beeindruckt. Vor allem, welche Spielfreude die Teilnehmer zeigten und so für mich der Beweis waren, dass es sich lohnt, trotz dieser Krankheit nicht aufzugeben. Ein Spieler sagte mir, dass durch das Tischtennisspielen sich seine Lebensqualität enorm verbessert hat. Respekt.
Der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) sorgte als Gastgeber für den reibungslosen Ablauf.

Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Sie führt zu Symptomen wie Zittern, Steifheit, langsamen Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen. Studien haben gezeigt, dass das spielen von Tischtennis positive Auswirkungen auf die motorischen Fähigkeiten und das Gleichgewicht von Menschen mit Parkinson haben kann. Die schnelle Reaktion und die Koordination, die beim Pingpong erforderlich sind, können helfen, die Symptome der Krankheit zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Das Training verbessert Beweglichkeit, Koordination und Standfestigkeit, wodurch Stürze im Alltag vermieden werden können.
Während des Spiels verringern sich oft typische Beschwerden wie Zittern oder Muskelsteife.
Die WM hat aber nicht nur eine sportliche Dimension. Sie soll weltweit an Parkinson erkrankte Menschen zusammenbringen und Gelegenheit bieten für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft, wie die Organisatoren von PingPongParkinson (PPP) mitteilten. PPP ist ein gemeinnütziger Verein, der Tischtennis als therapeutisches Mittel bei Parkinson fördert.
Was mich am meisten beeindruckt hat, war der unglaubliche Zusammenhalt. Trotz der sportlichen Konkurrenz standen das Miteinander und der gegenseitige Respekt in jedem Match an erster Stelle.
Im Kreis Stade haben wir für interessierte betroffene an Parkinson Erkrankte in Drochtersen beim TTC Drochtersen einen offiziellen Parkinson-Stützpunkt als Anlaufstelle.
Der TTC Drochtersen bietet Tischtennis-Training speziell für Menschen mit Parkinson an, da Bewegung und Koordination den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Mehr Infos unter:

PingPongParkinson

Hans-Erwin Werner

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