Unsere Handballer nahmen am Sonnabend beim TV Bissendorf-Holte einen Punkt mit. In einem immer spannenden Spiel trennten sich beide Mannschaften mit einem 35:35.
Im ersten Durchgang machte Fredenbeck noch viele Fehler. Besonders in der Abwehr stimmte es noch nicht. Dank der Paraden von Arsenij Kotenko blieb der VfL dran. In der 25. Minute gelang Michel Brassait mit dem 15:14 erstmals die Führung der Gäste. Nach seiner langen Verletzungspause spielte Jesper Müller (auf dem Foto) erstmals wieder mit. Er besetzte die halbrechte Position im Rückraum. Hier fällt Linkshänder Pelle Fick weiterhin aus. Mit einem knappen 17:16 aus Sicht des VfL ging es in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang versuchte Fredenbeck es wieder mit dem siebten Feldspieler. Dabei hatte der VfL Pech. Nach vergebenen Abschlüssen und der schnellen – zu schnellen – Mitte der Gastgeber landete der lange Wurf ins leere VfL-Tor neben den Pfosten. Doch da mehrere Male ein Spieler des TV Bissendorf-Holte die Mittellinie schon vor den Anpfiff überschritten hatte, durfte der Anstoß wiederholt werden. Der Vorteil für den VfL war somit dreimal dahin. Die insgesamt acht Zeitstrafen gegen Fredenbeck sowie eine rote Karte gegen Timo Backofen verhinderten, dass sich Fredenbeck absetzen konnte. Bissendorf übernahm wieder die Führung und traf in der 49. Minute zum 29:26. Das Spiel wurde schneller, Fredenbeck glich in der 52. Minute durch Nils Schröder (nach seiner frühen, zweiten Zeitstrafe spielte er nur noch im Angriff) erneut aus: 30:30. Am Ende war sogar ein Auswärtssieg drin. 15 Sekunden vor dem Abpfiff verwarfen die Gastgeber einen Siebenmeter. Jetzt stellte sich für Fredenbeck natürlich die Frage: Den Torhüter im Tor lassen und im Falle eines Fehlwurfes vorne das Unentschieden retten oder volles Risiko gehen, mit sieben Feldspielern angreifen und auf Sieg spielen? Fredenbeck nahm den Keeper heraus und ging in den letzten Angriff. Kurz vor dem Abpfiff landete der Ball nur am Pfosten. Dann musste doch noch einmal um den Sieg gezittert werden, denn es folgte tatsächlich noch der lange Wurf ins leere Tor – und verfehlte dieses zum Glück aus Sicht des VfL. Für Fredenbeck war es ein wichtiger Punktgewinn. Im Falle einer Niederlage wäre der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz (nach Minuszählern) auf zwei Punkte gesunken. So bleibt es bei vier Punkten Vorsprung, was angesichts des schweren Restprogramms (die drei Top-Teams kommen noch in die Geestlandhalle) noch nicht reicht. Fredenbeck belegt weiterhin Platz sieben in der Tabelle der 3. Liga und spielt am kommenden Sonnabend, dem 31. Januar, um 19:30 Uhr in der Geestlandhalle gegen den VfL Eintracht Hagen (zwei Punkte hinter dem VfL Fredenbeck auf Platz neun).
VfL-Tore: Brassait 4, de Vries 1, Backofen 2, Müller 5, Strothmann 4, Möller 5/2, Franke 2, Polak 5/3, Schröder 6, Heinsohn 1


