Fredenbeck lässt viele Chancen liegen und verliert gegen den WHV

Fredenbecks Heimpremiere im Spiel gegen den Wilhelmshavener HV ist missglückt. Der VfL ließ am Sonnabend zu viele hundertprozentige Chancen liegen und verlor am Ende (zu deutlich) mit 20:26 Toren.

Es dauerte neun Minuten, bis die rund 900 Zuschauer den ersten Treffer ihrer Mannschaft bejubeln durften. Pelle Fick verkürzte auf 1:3. Im Gegenzug setzten sich die Gäste durch einen Treffer von Kreisläufer Duncan Postel mit 4:1 ab. Aus dem VfL-Fanblock hörte man Rufe nach einer Auszeit. Doch was hätte Fredenbecks Trainer Matthias Steinkamp seinen Spielern da sagen sollen? Taktisch stimmte alles. Die Chancen waren da. Doch beim Abschluss tat sich der VfL schwer. Da musste der Torwart der Gäste gar nicht mal groß einschreiten, denn die Bälle landeten neben dem Tor oder gingen deutlich darüber hinweg.

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Nach 22 Minuten war es endlich soweit: Laurenz Reiners erzielte den Ausgleich zum 8:8. Und mit einem Wechsel am Kreis gelang nun auch Jokob Ritscher in der 28. Minute erstmals die Führung zum 11:10. Mit einem knappen 12:11 ging es in die Pause.

Die Aufholjagd im ersten Durchgang machte Hoffnungen auf den zweiten Spielabschnitt. Doch erneut nutzten die Fredenbecker beste Chancen nicht. Da auch der WHV zu Beginn der zweiten Spielhälfte nicht treffsicher war, führte der VfL in der 33. Minute durch einen Treffer von Danny Müller mit 14:11. Jetzt hätte man den Vorsprung ausbauen müssen, denn im Anschluss scheiterte Matej Kozul an der Siebenmeterlinie gegen Teo Mestrovic.

Den möglichen Treffer zum 15:11, ebenfalls an der Siebenmeterlinie, vergab der VfL in der 35. Minute. Das Spiel kippte. Wilhelmshaven steigerte sich in der Abwehr. Die gefürchteten Anspiele an den Kreisläufer oder die Außenpositionen blieben im Fredenbecker Angriff aus. Den Rückraum des VfL stoppte Wilhelmshaven oft schon im Ansatz. Wilhelmshaven erzielte vier Tore in Folge und übernahm in der 39. Minute beim 15:14 wieder die Führung. Bis zum 16:17 (47. Minute) blieb der VfL noch dran. Danach wirkte der VfL-Angriff hilflos. Es zeigte sich, dass die verletzten Rückraumspieler (Nils Schröder, Jesper Müller und Ben Levermann) nicht so einfach zu ersetzen sind.

Auch über den siebten Feldspieler (und somit zwei Kreisläufern) konnte der VfL das Spiel nicht mehr drehen. Wilhelmshaven hatte erneu einen Lauf, traf fünf Mal in Folge zum 22:16 (54. Minute). Damit war das Spiel entschieden, der VfL am Ende verdient (aber zu hoch) geschlagen.

Die Torverteilung der Fredenbecker zeigt, woran es gelegen hat. Kein Spieler erzielte mehr als drei Treffer, während Wilhelmshaven mit Postel (6 Tore), Braun (7) oder Skwarczyński (5) sich im zweiten Durchgang deutlich steigern konnte.

Bereits am kommenden Sonnabend hat der VfL Fredenbeck erneut Heimrecht. Zu Gast ist die MT Melsungen II, die am Wochenende beim Aufsteiger Loxten mit 33:38 verlor und sich in Fredenbeck die Punkte holen will. Für den VfL ist ein Sieg am Sonnabend Pflicht, zumal es anschließend in den beiden Auswärtsspielen gegen Bielefeld und Hildesheim sicher nicht einfacher wird zu gewinnen. Und im dann folgenden Heimspiel kommt mit dem TuS Spenge ebenfalls eine Top-Mannschaft in die Geestlandhalle.

VfL-Tore: Gerkens 2, Fick 3, Wafdi 1, Danny Müller 2, Ritscher 2, Möller 1, Franke 1, Polak 3/2, Reiners 3, Heinsohn 2

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